Stellungnahme der VAOAS zu Impfungen

Zusammen mit Gesundheitserziehung, Hygiene und adäquater Ernährung sind Impfungen ein wesentliches Instrument in der Prävention infektiöser Erkrankungen. Sie haben dazu beigetragen, dass seit dem vergangenen Jahrhundert unzählige Leben gerettet werden konnten. Dank Impfstoffen konnte die Pockenkrankheit ausgerottet werden und es wird derzeit möglich, die Kinderlähmung zu eliminieren.

Die Anthroposophische Medizin würdigt ausdrücklich den Beitrag von Impfungen zur weltweiten Gesundheit und unterstützt sie als wichtige Maßnahme zur Vermeidung lebensbedrohlicher Erkrankungen. Die VAOAS vertritt keine Anti-Impf-Haltung und unterstützt keine Anti-Impf-Bewegungen.

Von in Anthroposophischer Medizin ausgebildeten Ärzten wird erwartet, dass sie ihre Patienten und Patientinnen beziehungsweise deren Betreuungspersonen für ein gutes Verständnis wissenschaftlicher Informationen und der nationalen Impfempfehlung umfassend beraten.

Statt Impfpflicht befürwortet die VAOAS eine aktive Aufklärung und eine freie Impfentscheidung als geeigneteren Ansatz.

Einzelne anthroposophische Ärzte beteiligen sich unter Berücksichtigung der laufenden Forschung, der lokalen Verbreitung infektiöser Erkrankungen sowie sozioökonomischer Risikofaktoren an der wissenschaftlichen Diskussion zu spezifischen Impfungen und zu jeweils angemessenen Impfplänen.

Anthroposophische Medizin ist wissenschaftsorientiert; dies gilt umso mehr, als in der zurzeit polarisiert geführten Impfdebatte ein kontinuierlicher wissenschaftlicher und faktenbasierter Diskurs wichtiger denn je ist.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: info@vaoas.ch

Misteltherapie als Kassenleistung

«Als ehemalige Mitstreiterin im Ausschuss für Komplementärmedizin der Eidgenössischen Arzneimittelkommission wollte ich den Leserinnen und Lesern des Goetheanum mitteilen, dass in der Schweiz  die Misteltherapie seit 10 Jahren uneingeschränkt von den Krankenkassen vergütet wird. Es scheint mir wichtig, dass dies gewusst wird, vor allem von den in der Schweiz tätigen Ärzten.»

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Den Kurzartikel unter dem Titel «Misteltherapie als Kassenleistung» von Dr. med. Danielle Lemann haben wir für Sie verlinkt. Ebenfalls finden Sie einen weiteren spannenden Beitrag von Dr. med. Danielle Lemann zum Thema «Arnica für die Zukunft».

Der wissenschaftliche Kern der Anthroposophie

Wie die weltweite Verbreitung der anthroposophischen Bewegung zeigt, überzeugt Anthroposophie durch ihre lebenspraktischen Anwendungen. Dennoch scheint die Anthroposophie selbst weniger Akzeptanz zu genießen und vor allem ihr Anspruch auf Wissenschaftlichkeit wird oft nicht verstanden. 2016 veröffentlichte Peter Heusser von der Universität Witten/Herdecke das Buch «Anthroposophie und Wissenschaft, eine Einführung» (1). Die Wochenschrift «Das Goetheanum» hat ihn gefragt, inwiefern die Anthroposophie nicht als religiöse Weltanschauung, als dogmatischer Glaube zu sehen ist, sondern als eine Wissenschaft unter den Wissenschaften.

Den ganzen Artikel von Peter Heusser finden Sie in der Informationsbox als Link.

Die VAOAS feiert 2019 ihr 50 jähriges Bestehen

Die VAOAS feiert 2019 ihr 50 jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass werden im Mai 2019 und im September 2019 drei Veranstaltungen stattfinden.

Die erste Veranstaltung findet für Menschen statt, die in der Schweiz im medizinisch-anthroposophischen Umfeld tätig sind. Die gemeinsam zu behandelnden Themen sind bewusst nach innen gerichtet, um die interprofessionelle Zusammenarbeit zu fördern.

Im Rahmen der Jahresversammlung, zu welcher der offizielle Festakt stattfindet, sollen Persönlichkeiten im Fokus stehen, die die VAOAS geprägt haben. Zu den Vorträgen und Programmpunkten rund um das Thema «Entstehung — Gegenwart – Perspektiven» können sich alle Interessierten anmelden. Die Jahresversammlung, welche von 11:30 bis 15:30 Uhr stattfindet, kann nur von VAOAS Mitgliedern besucht werden.

Schliesslich  findet eine Veranstaltung mit dem Titel «Zum Aufgeben ist es zu spät – der Umgang mit Sterben und Tod» mit bekannten Persönlichkeiten statt.

Komplementärmedizin in der Grundversicherung

Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) wird die ärztlichen komplementärmedizinischen Leistungen ab 1. August 2017 unbefristet übernehmen. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 16. Juni 2017 beschlossen.Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) wird die ärztlichen komplementärmedizinischen Leistungen ab 1. August 2017 unbefristet übernehmen. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 16. Juni 2017 beschlossen.